Die Refenten - in alpabetischer Reihenfolge: 



Prof. Dr. Adriana Bera,
Prorektorin der Musikakademie "Gheorghe Dima" Cluj-Klausenburg

Ausbildung
Klavier an der Musikhochschule Bukarest,
im Internationalen Bartók-Seminar in Budapest. 1993 war sie Tempus Stipendiatin an der Hochschule für Musik Freiburg i.Br.

Werdegang
Nachdem sie zunächst Lehrerin an der Spezialschule der Künste in Iassy und dann Assistentin an der dortigen Hochschule für Musik war, hat Adriana Bera seit 1991 einen Lehrstuhl für Klavier an der AMGD inne und gehört seit 2008 als Prorektorin der Leitung der Musikakademie an. Ihre Promotions-arbeit schrieb sie über "Rhetorik und Affekt im Mozartischen pianistischen Diskurs" (Doktorat 2006 summa cum laude), sie wurde von dem Verlag Arpeggione als Buch veröffentlicht.
Seit 2001 ist Adriana Bera Präsidentin der Rumänischen Mozart-Gesellschaft, die dem weltweiten Netzwerk der Mozart-Gemeinden der Stiftung Mozarteum Salzburg angehört. Das jährlich in Klausenburg stattfindende Mozart-Festival steht unter ihrer Leitung.


Albert Breier, freischaffender Komponist, Pianist und Schriftsteller, Berlin-Potsdam

Ausbildung
1980-1987 Studium Komposition, Klavier und Musikwissenschaft in Köln, Hamburg, Lübeck und Wien.
  
1984 Teilnahme an den Darmstädter Ferienkursen   

Werdegang
1987-1993 Köln
Beschäftigung mit dem Werk Morton Feldmans. Intensives Studium der chinesischen Malerei, vor allem ihrer Zeitstruktur
1994-2014 Berlin/Potsdam  
Veröffentlichung einer umfangreichen vergleichenden Studie zu chinesischer Kunst und europäischer Musik „Die Zeit des Sehens und der Raum des Hörens... (Verlag J.B.Metzler 2002) Fortsetzung des bereits in Köln begonnenen Studiums der Vokalpolyphonie des 15. Jahrhunderts Beschäftigung
mit den Musiktraditionen Rußlands und Georgiens.
        
Seit 1998 Entwicklung und praktische Erprobung einer neuen Notationsweise
2006
Lehrtätigkeit an der Universität der Künste Berlin
2013 Villa-Massimo-Stipendiat


Moritz Ernst   

Schon während seines Studiums wurde er mit mehreren Preisen bedacht.  Heute konzertiert Moritz Ernst als Pianist, Cembalist und Kammer-musiker mit einem breitgefächerten Repertoire von der Renaissance bis zur Moderne. Er gibt Meisterkurse an der Hochschule für Musik Stuttgart am Königlichen Konservatorium Malmö, am Shanghai Conservatory of Music und der University of Malaysia.
Im März 2014 erschien die Gesamtaufnahme der Klaviersonaten von Viktor Ullmann und Norbert von Hannenheim beim Label EDA , die Moritz Ernst seit 2011 sukzessive dem rumänischen Publikum in der 'MUSICA SUPRIMATA'-Konzertreihe vorstellt. 2013 erfolgte eine umfangreiche Produktion mit Werken von Arthur Lourié. 
Moritz Ernst ist außerdem als Herausgeber für den Verlag Schott Music tätig.  
       

Gerhard S. von Hannenheim

Auf diesem Bild aus dem Jahr 2014 ist er zu sehen mit der Geigerin Marianne Boettcher, die ebenfalls zur großen Familie der Hannenheims gehört.

Gerhard Stephan von Hannenheim,   
geboren 12.07.1935 in Hermannstadt. Jüngster Sohn des Julius Stephan Hann von Hannenheim d.J., Knabenschul-direktor, und der Mathilde, geb. von Larcher zu Eissegg. Über die Mütter sind er und Marianne und Wolfgang Boettcher miteinander verwandt.  Besucht die deutschen Volksschulklassen und das Unter-gymnasium und ab 1948, nach Auflösung der deutschen (kirchlichen) Schulen, das rumänische staatliche Ober-gymnasium in seiner Heimatstadt. Es folgt das Hochschulstudium an dem Polytechnikum Klausenburg und die Promotion im Maschinenbau 1957.  Er wird an das Maschinenbauwerk Reschitza im Banat zugeteilt, wo er bis 1968 in der Arbeitsvorbereitung für Dampfturbinen arbeitet. In dieser Zeit macht er eine zwei-monatige Spezialisierung in Russland (Leningrad und Kaluga) mit. 1968 wird er als Spezialist an das Schwermaschinenwerk Bukarest (IMGB) versetzt und macht Dienst-reisen in die BRD, DDR, CSR, UdSSR  und arbeitet in verschiedenen Stellungen bis 1993.    In dem Jahr tritt er in die Dienste der Vertretung einer Österreichischen Firma, in der er bis 2011 tätig ist.  Gerhard von Hananenheim ist ehrenamtlich Kurator der Evangelischen Kirche A.B. Bukarest und kümmert sich gelegentlich um seine Enkelsöhne Alexander und Andreas im Alter von 7 und 9 Jahren, Schüler des deutschen „Goethe-Kollegs“ Bukarest.  


Prof. Dr. Ludwig Holtmeier,
Prorektor der Hochschule für Musik Freiburg i.Br.

Ausbildung
Klavier in Detmold, Genf, Neuchatel (1992 Konzertexamen)
Musiktheorie, Musikwissenschaft, Schulmusik, Deutsch, Geschichte in Freiburg und Berlin

Werdegang 1996-1998 Lehrbeauftragter für Musiktheorie an der Freiburger Musikhochschule
1998-2000 Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Musikwissen-schaft) an der Hochschule für Musik "Hans Eisler", Berlin  

2000-2003 Professor für Musiktheorie an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden  

seit WS 2003/04 Professor für Musiktheorie an der Freiburger Musikhochschule

seit 2012 Prorektor

Herausgeber
von "Musik und Ästhetik"
Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Musiktheorie


Dr. Gabriel Iranyi, Komponist und Musikwissenschaftler, Berlin

Ausbildung
1956-70 Klavier in Klausenburg
1965-71 Komposition in Klausenburg
1971 Master of Arts in Komposition

Werdegang
Erste Stelle als Dozent an der „George Enesco“ Musikhochschule in Jassy, Rumänien
1977-87 Dozent an der „Rubin“ Academy of Music (Tel-Aviv University)
Seit 1988 freischaffend in Berlin
1994 Gründung des „Steglitzer Forums für Neue Musik“ - Leitung von Kammerkonzerten
1997 Gründung der „Musica Viva Berlin“ Konzertreihe für zeitgenössische Musik

1999 Leiter des "Studio Neue Musik", Deutscher Tonkünstlerverband Berlin
2000 Promotion im Fach Musikwissenschaft an der "Gheorghe Dima“ Musik-akademie, Klausenburg
Meisterkurse für Komposition in Berlin, New York und Bukarest.

Seit 2013 Stellvertretender Vorstand des Vereins 'musica suprimata' e.V. Berlin
  

Prof. Dr. Siegfried Mauser,
Rektor der Hochschule für Musik Mozarteum Salzburg

Ausbildung
Klavier in München, Philosophie München und Salzburg 

Werdegang
1983-1987 Professor für Klavier und Kammer- musik an der Hochschule für Musik Würzburg
1987-2002 Professor für Musikwissenschaft am Mozarteum Salzburg; dort gründete er 1989 ein Forschungsinstitut für musikalische Hermeneu- tik. Seit 2002 leitet er die Musikabteilung der Bayerischen Akademie der Künste.

2002 wurde er als Professor für Musikwissenschaft an die Hochschule für Musik und Theater München berufen, der er seit 2003 als Rektor vorstand (ab 1. Oktober 2007 Amtsbezeichnung Präsident).
Seit Februar 2014 Rektor am Mozarteum Salzburg.
Daneben leitet er weiterhin eine Klasse für Liedgestaltung an der Musikhochschule München.


Amélie Sandmann-Mauser

Die lyrisch-dramatische Sopranistin und Schau-spielerin Amélie Sandmann-Mauser stand schon als Dreijährige auf der Bühne. Ihre Gesangs- und Schauspielausbildung erwarb sie in Barcelona, Salzburg und München und vervollkommnete sie in verschiedenen Meisterkursen: So wurde sie z.B. im Bereich der italienischen Oper von Renata Scotto unterrichtet und bei Thomas Hampson lernte sie das amerikanische Liedgut kennen. Sie arbeitete im Rahmen renommierter Festivals, u.a. Europäische Wochen Passau, beim Klavier-festival Ruhr sang sie Lieder von Alban Berg, bei den Salzburger Fest- spielen Chansons von Erik Satie. Sie singt spanische Zarzuelas ebenso über- zeugt wie überzeugend wie die Kreuzstab- kantate von J.S. Bach oder das Stabat Mater von Pergolesi.
Dass sie die bei Hannenheim-Liedern geforderten extremen Dynamiksprünge und großen Intervalle klangschön meistert, bewies sie bereits mit Richard-Strauss-Liedern.